Bäume pflanzen beim Bahnfahren

Nachdem ich mit mehr als 30 Hin- und Rückflügen im letzten Jahr eine fast so katastrophale Ökobilanz wie ein tüddeliges Kreuzfahrtschiff hatte, versuche ich dieses Jahr, alles wieder gut zu machen. Ich fahre Bahn. Viel. Eigentlich nur. Ich habe mir eine BahnCard 100 gekauft und nachdem alle kurz „Boah, die ist aber teuer!“ gerufen haben, will ich kurz erklären, warum das nicht stimmt.

Eine BahnCard 100 kostet 4.270 Euro im Jahr. Als Inhaber der sogenannten „schwarzen Mamba“ darf ich in jeden Zug einsteigen der mir gefällt und zwar wann immer ich möchte. Auch in Privatbahnen. Auch in S-Bahnen. In allen Städten in denen das City-Ticket gilt sogar in U-Bahnen, Hochbahnen, Straßenbahnen und Busse. Mir ist in diesem Jahr noch kein öffentliches Verkehrsmittel untergekommen, dass ich nicht hätte benutzen dürfen. Und zwar ohne weitere Mehrkosten. Mit anderen Worten: Ich habe Mobilitätskosten von 355,84 Euro jeden Monat. Ich muss kein Auto abbezahlen und auch nicht auf ein neues sparen, ich zahle keine Versicherung, ich tanke nicht, ich parke nicht, ich benutze keine Waschanlagen, ich zahle keine KFZ-Steuern, keine Durchsichten, keine Reparaturen, keine Unfälle. Und auch keine Monatskarten. Ich zahle 355,84 Euro jeden Monat und bin: frei. Zudem kann ich die Zeit im Zug nutzen. Zum Schlafen, Arbeiten, Lesen oder Schreiben. Und: Ich reise mit Ökostrom und finanziere ein Unternehmen, dass sich wirklich viel Mühe in Sachen Ökologie macht. Ja, auch in Sachen Marketing und Greenwashing. Aber wer hat, der kann.

Das einzige, was mir an meiner BahnCard bis heute ein bisschen sinnlos vorkam, waren die über 4.000 bahn.bonus Punkte, die ich beim Kauf automatisch sammle. Normalerweise kann man die benutzen, um sich Freifahrten zu organisieren, aber in meinem Fall fahre ich sowieso überall frei – bzw. habe schon alle möglichen Fahrten bezahlt. Von Upgrades in die 1. Klasse halte ich nichts, weil mein Arsch auf Plüsch genauso gut sitzt wie auf Leder und weil sich die Servicewüste Deutschland nirgendwo so hartnäckig hält, wie im BordBistro der Deutschen Bahn, locken mich auch Verzehrgutscheine nicht.

Heute habe ich Herausgefunden, dass man mit seinen bahn.bonus-Punkten Bäume pflanzen kann. Und zwar nicht im lateinamerikanischen Dschungel (wo wir sie zweifelsohne auch brauchen), sondern in Deutschland (wo sie angesichts des extrem trockenen und heißen Sommers ebenso notwendig sind). Das Bergwald Projekt ist ein eingetragener Verein, der sich nicht nur um gezielte Wiederaufforstung kümmert sondern auch um weniger plakative Dinge, wie die gezielte Artendurchmischung von bisher reinen Fichtenwäldern oder Wildnispädagogik, damit künftige Generationen ihren Müll nicht so sorglos im Wald entsorgen wie viel zu viele Leute heute.

Schon mit 500 bahn.bonus-Punkten ist man dabei – damit kann man einen Betrag von 10 Euro spenden – genug für zwei Bäume. 500 Punkte sind sogar für Reisende leicht zu schaffen, die einige Male im Jahr mit einer BahnCard 25 oder 50 reisen. Und als letzte kleine Entscheidungshilfe: Eine einzelne ausgewachsene Linde produziert 4,5 Tonnen Sauerstoff – in einem Jahr. Das ist mehr als ein einzelner Mensch in 13 Jahren veratmet.

Gute Reise!

Müllsammeln wirkt!
(Plogging #4)

Inzwischen habe ich es ein paar Mal gemacht, inzwischen habe ich bisschen Routine. Im Grunde kann man einen leeren Müllsack zumindest in Berlin auf jedem Waldspaziergang gebrauchen. Und ein paar Einweghandschuhe auch, denn manchmal wird es zugegeben bissi widerlich. Aber inzwischen stresst es mich mehr, den Müll mangels Transportbehältnis in der Natur liegen lassen zu müssen, als ein bisschen Ausrüstung mit mir herumzutragen, nur für den Fall dass.

Was ich inzwischen auch gelernt habe, ist mir nicht mehr bescheuert dabei vorzukommen, mit einem Müllsack auf dem Rücken durch den Wald zu stolpern um die manifestierte Dummheit anderer Menschen wegzuräumen. Anfangs habe ich lieber einen kleinen Umweg gemacht, wenn mir jemand entgegenkam oder bin abgebogen, um die Begegnung zu vermeiden. Von den Malen in denen mir das nicht gelungen ist weiß ich aber, dass sie Scham meist nicht meinerseits ist.

Töchter fragen ihre Mütter leise, was die beiden Männer da machen, nach dem sie uns passiert haben. Jungs fragen ihre Väter, ob wir Pilze sammeln. Die Erklärungen der Eltern höre ich leider nicht, aber wenn ich sie mir vorstelle, erfüllt mich das mit Stolz.

Manche Menschen bleiben stehen und beobachten uns eine Weile ungläubig, bevor sie weiter gehen; andere sprechen uns direkt an. Und das ist meistens sehr schön. „Ach, Sie sammeln wohl Müll?“ Meist spricht man dann ein paar Minuten über die Gedankenlosigkeit der Menschen und darüber, dass das früher nicht so war. Obwohl ich gerade beim letzten Argument eigentlich nicht ernst bleiben kann, muss ich hier leider zugegeben, dass es stimmt. Und eigentlich immer enden die Gespräche damit, dass uns die Leute sagen, dass sie sich ein Vorbild an uns nehmen wollen. Und das freut mich. Dolle.

Heute sind wir ganz bewusst gegen 14:00 Uhr los gegangen, zu der Zeit, zu der die meisten Leute im Park sind. Und wir sind ganz gezielt zum Spielplatz gegangen, zur Badestelle und zum alten Wildgehege. Dort, wo sich die Leute aufhalten, Kekse aus Folie essen, Capri Sun aus Beutelchen zutschen und Kaffee aus Pappbechern mit Plastikdeckeln schlürfen, sind wir heute mit unserem großen grauen Müllsack erschienen und haben wortlos den Müll vom Boden eingesammelt.

Das hat sich ein bisschen wie eine 2-Mann-Demo angefühlt, aber wie eine die wirkt.

Ich halte nichts vom Gefühl der moralischen Überlegenheit – es ist meistens falsch und niemals führt es zu etwas Gutem. Aber der Gedanke, dass heute zwei oder drei Menschen ihr Eispapier lieber in ihre Hosentaschen gestopft haben, anstatt es achtlos in den Wald zu schmeißen, fühlt sich gut an.

Fast so gut, wie der volle Müllsack auf meinem Rücken – nach nur 30 Minuten Sammelei.

Müll des Tages
Der Müll des Tages

 

Bitter: Trotz bio blöd.
(Plogging #3)

Ein bisschen ist es wie ein Tick. Wenn du einmal angefangen hast, auf den herumliegenden Müll zu achten, kannst du nicht mehr damit aufhören. Ich will nicht verleugnen, dass mich das Plogging alles in allem zu einem wütenderen Menschen macht. Und auch nicht, dass mich das Müllsammeln mit zahlreichen guten Argumenten gegen die angebliche Intelligenz der Menschheit versorgt, auf die wir uns so viel einbilden.

Heute ein ganz besonders delikater Fall von: Geht’s noch?!

Leerer Kaffeebecher der Bio Company
Bitter: Blöd trotz bio

Du bist bereit einsfuffzich mehr als nötig in deinen Kaffee zu investieren, weil dir wichtig ist, dass er bio ist? Fein! Du magst, dass dein Bio-Kaffee-Dealer den Produzenten mehr zahlt als er müsste, um in den Anbauländern für auskömmliche Verhältnisse zu sorgen? Super! Du hattest deinen wiederverwendbaren Kaffeebecher heute ausnahmsweise nicht dabei? Kann passieren. Und die Biocompany macht bei Recup noch nicht mit? Nicht deine Schuld. Aber wenn du deinen ethisch korrekten Wachmacher schon in einem von 480.000 Einwegbechern mit 15 Minuten Lebenszeit kaufen musst, die allein in Berlin jeden einzelnen Tag verbraucht werden, dann versau doch nicht den ganzen Spaß, indem du ihn einfach ins Gebüsch schmeißt, wenn er leer ist.

Dieses Mal habe ich in weggeräumt für dich.
Nächstes Mal schaffst du das selber, Prinzessin.
Gefälligst.
Ist nämlich nicht dein verdammtes Königreich hier.
Sondern unser aller.

AFD fordert im Bundestag: Migranten in Quarantäne

Die Berliner AFD-Abgeordnete Dr. Birgit Malsack-Winkemann hielt gestern im Deutschen Bundestag eine Rede, bei der ich Gänsehaut bekam.

Ich fühlte mich zurückversetzt in den gymnasialen Geschichtsunterricht, in dem wir uns Reden aus dem Reichstag der Weimarer Republik anhörten, um das Entstehen des politischen Klimas nachzuvollziehen, das schließlich die Machtergreifung Hitlers möglich machte.

Ich bin wirklich vorsichtig mit Faschismus-Vergleichen. Ich glaube nicht daran, dass sich Geschichte wiederholt. Und ich glaube nicht, dass das Aufdrücken von Nazi-Stempeln irgendetwas besser macht. Es verhärtet die Fronten, es schneidet Diskussionen ab, es macht aus Menschen mit Meinungen einen breiigen, braunen „Mob“ mit dem sich sowieso nicht diskutieren lässt.

Aber es muss ausgesprochen werden was wahr ist. Und wahr ist: Diese Rede ist faschistisch.

Frau Malsack-Winkemann hielt sie im Zuge der Debatte zur Verabschiedung des Gesundheits-Haushalts für das nächste Jahr. Vordergründig fordert sie Transparenz über die Kosten, die die medizinische Behandlung von Geflüchteten verursacht.

Zwischendurch fallen Sätze wie:

Man kommt sich als Steuerzahler als Melkkuh derjenigen vor, die sich diesen Staat zur Beute gemacht haben.

Eine noch brutalere und für mich in dieser Schärfe bisher nicht gekannte Qualität von Hass und Hetze offenbart sich aber in dieser Passage:

Meine Damen und Herren, nach einer Meta-Analyse über die das Ärzteblatt am 23.05.18 berichtete, hat jeder vierte Migrant in Europa Antibiotika-resistente Bakterien. Wenn aber jeder vierte Migrant mit Antibiotika-resistenten Bakterien besiedelt oder infiziert ist und zudem noch die beschriebenen Krankheiten nach Deutschland kommen, bedarf es zum einen einer gründlichen Gesundheitsuntersuchung jedes Migranten und zum anderen einer Form der Quarantäne der erkrankten Migranten im Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung. Unsere Bevölkerung hat einen Anspruch darauf, dass die eigene Regierung sie vor eingeschleppten Krankheiten schützt und das nicht nur im Hinblick auf die exorbitanten Kosten.

Malsack-Winkemann argumentiert entlang von Fakten, zumindest die in der zitierten Passage besprochene Studie gibt es tatsächlich. Die Schlussfolgerung die sie hier zieht, wird im Ärzteblatt aber natürlich mitnichten gezogen.

Wenn wir widerspruchslos zulassen,

  • dass im Deutschen Bundestag des Jahres 2018 Quarantäne für einzelne Bevölkerungsgruppen gefordert wird,
  • dass Rechtfertigung für durch die medizinische Behandlung dieser Gruppen entstehende Kosten gefordert wird und dass
  • infrage gestellt wird, ob die dafür eingesetzten Mittel „wirtschaftlich sinnvoll“ angelegt sind (Malsack-Winkemann fordert das weiter oben in ihrer Rede)

dann dauert es nicht mehr lang, bis wir im Parlament darüber diskutieren, ob

  • man „Homo-Propaganda“ nicht lieber verbieten sollte,
  • man die Behandlung von Raucherlungen nicht eigentlich vom Betroffenen selbst finanzieren lassen sollte und
  • sich das Durchfüttern von Behinderten überhaupt lohnt.

Wer AFD wählt, wählt Faschisten. Er wählt die Abschaffung von grundlegenden Prinzipien des Humanismus, der Nächstenliebe, der Menschlichkeit. Er wählt die Grundsätze des Zusammenlebens ab, die sich dieses Land in den letzten 70 Jahren mühevoll erarbeitet hat und die die Grundlage von ungefähr allem sind, was unsere Leben ausmacht.

Ein pikantes Detail noch: Malsack-Winkemann ist Richterin in Berlin. Ihr Richteramt ruht während ihrer Abgeordneten-Tätigkeit lediglich. Als Richterin ist sie privat krankenversichert und zahlt somit nicht in den solidarisch finanzierten Gesundheitsfonds ein. Um die Versicherung für Richter erschwinglich zu halten, zahlt der Staat eine Beihilfe in Höhe von allermindestens 50 Prozent der Beiträge.

Hier nun die Rede, für die sich Malsack-Winkemann anschließend von mehreren Vertretern ihrer Fraktion dankend die Hand schütteln und anerkennend auf die Schulter klopfen ließ. Mir schaudert.

Hambacher Forst: Die Energiewende macht ernst.
Bitte mach mit.

Bis zu 3.500 Polizisten sind gestern im Hambacher Forst angerückt, um ca. 150 Menschen aus ca. 60 Baumhäusern zu vertreiben. Diese Zahlen bitte mal kurz wirken lassen.

Die Polizisten erschienen mit Schilden und Schlagstöcken, begleitet von Räumpanzern und Wasserwerfern. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul geht nämlich davon aus, dass man es mit „extrem gewaltbereiten Linksextremen“ zu tun habe, die aus ganz Deutschland und teils sogar aus dem Ausland angereist seien. Auch Ministerpräsident Laschet spricht von „illegal besetzten Gebieten“.

Klingt übertrieben? Ist es vielleicht nicht. Zahlreiche Umweltverbände (Nabu, BUND, Greenpeace) aber auch politische Organisationen rufen zu Protesten auf. Könnte sein, dass die Räumung ein ziemlich langwieriges, ziemlich schwieriges Unterfangen wird. Aber warum?

RWE hat bereits 3.900 ha des einst 4.100 ha großen Waldgebietes gerodet um die darunterliegende Kohle abzubauen und zu verstromen. Die verbliebenen 200 ha stehen zu lassen, würde den Konzern nicht in den Konkurs treiben.

Sie aber auch noch zu verlieren, würde Deutschland andererseits ebenso wenig in ein stinkendes, dunkles Mordor verwandeln. Nach wie vor ist gut ein Drittel unseres Landes bewaldet; Deutschland ist damit eines der waldreichsten Länder der europäischen Union.

Bei den Protesten geht es auch nicht um die Bekämpfung furchtbaren Unrechts. RWE hat das mehrfach gerichtlich verbriefte Recht, den Wald zu roden. Rechtlich gesehen ist das Bauen und Bewohnen von Baumhäusern im Hambacher Forst das einzig Illegale, dass sich bis gestern Morgen dort zugetragen hat. Der Wald gehört nämlich RWE. Und dort zu wohnen ist Hausfriedensbruch. Und Hausfriedensbruch macht man nicht. Um Hausfriedensbruch in den Griff zu kriegen, muss man aber auch nicht mit Räumpanzern und Wasserwerfen anrücken. Man könnte zum Beispiel klagen. (Und man könnte auch mal grundsätzlich darüber nachdenken, ob man als Gesellschaft Wälder in Privatbesitz wollen kann.)

Wenn es um all das nicht geht, worum geht es dann? Warum ist der Protest so breit und so hartnäckig? Warum machen sich Aktivisten seit sechs Jahren (!) die Mühe, den Wald zu bewachen und Baumhäuser darin zu bauen und zu bewohnen? Der Hambacher Forst ist einem Symbol. Es geht um:

„Energiewende jetzt & in echt“
versus
„Energiewende ganz bald & mal gucken wie.*“


*) oder vielleicht doch lieber keine Energiewende.

Denn mal ehrlich: Kann es richtig sein, eine seit 12.00 Jahren bewaldete Fläche zu roden und damit einen lebenden und arbeitenden Kohlenstoffdioxid-Speicher zu vernichten, um anschließend seit Jahrtausenden unter dieser Fläche gebundenen Kohlenstoff abzubaggern und ihn zur Stromerzeugung zu verbrennen – also in zusätzliches Kohlenstoffdioxid zu verwandeln? Im Jahr 2018? In einem hoch entwickelten Land wie unserem? Nein, daran kann nichts richtig sein. Rechtens von mir aus, aber nicht richtig.

Ja, es ist bitter für die 21.000 im Braunkohle- und immerhin noch 6.000 im Steinkohle-Bergbau beschäftigten Arbeiter und Angestellten, aber: Ihre Jobs müssen leider wegfallen. Und nein, ich finde nicht, dass das eine unbändige Härte ist. Fast alle Jobs in fast allen Branchen verändern sich durch Digitalisierung, Automatisierung und die Energiewende grundlegend. Ich wüsste nicht, aus welchem Grund Staat und Gesellschaft diese Entwicklung ausgerechnet im Bergbau künstlich verhindern sollten. Und auch nicht, mit welchem Ziel. Zumal dann nicht, wenn der Preis für diese museale Subventionierung eine (wenn auch minimale) Beschleunigung der Erderwärmung und ein weiteres Stück Mondlandschaft auf Erden ist.

Der Bundesregierung dämmert inzwischen, dass das immer mehr Menschen so sehen, deshalb hat sie eine Kohlekommission einberufen, die einen zeitlichen und organisatorischen Vorschlag für den Ausstieg aus der Kohle als Energieträger erarbeiten soll. Schon im Juni. Dieses Jahres. Offiziell heißt die mit Politikern und Vertretern von Wirtschafts- und Umweltverbänden besetzte Gruppe „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“.  Die Begriffe Kohle, Umwelt, Nachhaltigkeit oder Zukunft haben leider keinen Platz im Namen gefunden. Mit Blick auf die Situation im Hambacher Forst drohen die Vertreter der Umweltverbände allerdings damit, die Kommission zu verlassen, falls die Abholzung tatsächlich im Oktober beginnt. Bis zur Vorlage handfester Ergebnisse wird es also dauern.

Die Menschen im Hambacher Forst demonstrieren dafür, die Energiewende endlich anzupacken – jetzt und mit allen Konsequenzen die sie hat und haben muss. Für Konzerne. Für  ihre Lobbyisten. Für ihre Beschäftigten. Für Politiker. Für ihre Wähler. Für dich. Und für deine Kinder. Ich bewundere sie für ihren Mut und ihre Konsequenz. Was du tun kannst? Einiges.

Auf der Webseite des Freundeskreis Hambacher Forst gibt es einen Ticker, der über aktuelle Entwicklungen und anstehende Demo-Termine informiert.

Schriftliche Appelle an politisch Verantwortliche können auf den Websiten von Greenpeace und dem BUND versandt werden.

Lobbyisten schmutziger Energie – und es geht auch um Lobbyismus hier – trifft man aber am Härtesten, in dem man endlich aufhört, ihren klimaschädlichen Strom zu kaufen.

Der Wechsel zu grüner Energie ist leicht und muss nicht teuer sein. Von den großen Konzernen unabhängige bundesweit agierende Anbieter für Ökostrom sind:

Und ja, das ist eine vollständige Liste. Alle anderen Anbieter sind über direkte oder indirekte Beteiligungen mit RWE, E.ON oder Vatenfall verbunden, oder agieren wie die hoffnungsvollen Berliner Stadwerke (noch) nicht bundesweit.

Maaßens Hetzjagd auf die Glaubwürdigkeit
(Politik der Worte #6)

Seit mehr als einer Woche wird nun öffentlich darüber diskutiert, ob es in Chemnitz am vorletzten Samstag eine Hetzjagd auf nicht-deutsch aussehende Menschen gegeben hat. Ausgangspunkt der Diskussionen ist folgendes Video.

Wer Chemnitz ein bisschen kennt, erkennt die Johanniskirche im Bildhintergrund eindeutig wieder. Es kursiert inzwischen ein Video, das den Vorfall von der anderen Straßenseite zeigt. Es gibt Zeugen, die bestätigen, dass sich die Situation so zugetragen hat. Heute+ zeigt ein Feature, in denen ein Mensch behauptet, er sei derjenige, der verfolgt wird. Zett spricht mit jemandem, der deswegen Strafanzeige gestellt hat. Was im Video zu sehen ist, ist passiert. Punkt. Und nein, es ging nicht um einen Brieftaschen-Diebstahl sondern um Fremdenfeindlichkeit, die Tonspur ist da kompromisslos. Ende der Diskussion. Denkste.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am 27.8. in der Bundespressekonferenz dementsprechend:

Was gestern in Chemnitz zu sehen war und stellenweise auf Video festgehalten wurde (…), das hat in unserem Rechtsstaat keinen Platz. Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens und anderer Herkunft, (…) das nehmen wir nicht hin.

Angela Merkel pflichtete ihm wenig später bei und wiederholte dabei die Worte „Hetzjagd“ und „Zusammenrottung“.

Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen hingegen sagte gegenüber der Bild-Zeitung:

Es liegen keine Belege dafür vor, dass das im Internet kursierende Video zu diesem angeblichen Vorfall authentisch ist.

Das gab der Debatte eine völlig neue Richtung, weil nun darüber spekuliert wurde, ob das Video möglicherweise gefälscht sei und hier gezielt Desinformation zum weiteren Anheizen der Debatte betrieben würde. Belege für seine Zweifel blieb Maaßen allerdings schuldig. Das nährte Spekulationen.

Regierungssprecher Seibert kommentierte Maaßens Zweifel am 3.9. erneut vor der Bundespressekonferenz:

Ich werde hier keine semantische Debatte über ein Wort führen. (…) Es bleibt aber dabei, dass Filmaufnahmen zeigen, wie Menschen ausländischer Herkunft nachgesetzt wurde und wie sie bedroht wurden. Es bleibt dabei, dass Polizisten und Journalisten bedroht, zum Teil auch angegriffen wurden. Es bleibt dabei, dass es Äußerungen gab, die bedrohlich waren, nah am Aufruf zur Selbstjustiz. Also da gibt es aus meiner Sicht auch nichts kleinzureden.

Heute nun erklärt Maaßen in einem noch nicht im Wortlaut veröffentlichten Brief an Bundesinnenminister Seehofer, dass er niemals behauptet habe, dass das Video eine Fälschung sei. Vielmehr sei er falsch verstanden worden. Er habe lediglich angezweifelt, dass das Video „authentisch eine Hetzjagd“ zeige. Zudem kritisiere er in dem Brief, dass das Video von vielen Medien ohne vorherige Prüfung der Quelle und der Echtheit verbreitet worden sei. Dass weder er selbst noch seine Behörde das Video vor Maaßens öffentlich geäußerten Zweifeln daran eingehend geprüft haben, muss er allerdings auch kleinlaut zugeben.

Soweit die Fakten. Aber was bedeuten sie?

Man kann darüber streiten, ob das Wort Hetzjagd für das was im Video zu sehen ist angemessen ist. Man kann es aber auch lassen, weil ja unstrittig sein dürfte, dass sich das Geschehen für die Verfolgten sehr bedrohlich angefühlt haben muss und fremdenfeindlich motiviert war.

Man kann Merkel und Seibert vorwerfen, dass sie mit der Verwendung des Wortes Hetzjagd übertrieben haben, was Chemnitz und die Demonstranten unzutreffend rechts erscheinen lässt. Oder man gesteht ihnen zu, dass sie von der Plötzlichkeit und Größe der Demonstrationen in Chemnitz ebenso überwältigt waren, wie von deren Schärfe, so dass ihre erste Einschätzung emotionaler ausgefallen ist als üblich.

Müsste man dieses Zugeständnis dann nicht auch an Maaßen machen, der heute behauptet, falsch verstanden worden zu sein? Mitnichten.

Ich kann als Präsident des Bundesverfassungsschutzes keine Behauptungen aufstellen, für die ich keine Belege habe. Jedenfalls nicht, ohne die Glaubwürdigkeit des Dienstes dem ich vorstehe erheblich zu beschädigen. Und ich kann Äußerungen, die sehr offensichtlich sehr breit sehr anders verstanden werden als ich sie gemeint habe, nicht tagelang unbewiesen stehen lassen und mich lieber rechtfertigen anstatt mich zu erklären (Hier müsste ich zu Bild.de verlinken, aber ich brings nicht fertig.). Und ich kann mich, wenn ich mich dann endlich erkläre, nicht zu so nebulösen Formulierungen wie keine authentische Hetzjagd versteigen und hoffen, jetzt sei alles wieder gut. Als hätte jemand ein scheiß Copyright auf das Wort Hetzjagd und es wäre sein Job für dessen Einhaltung einzustehen.

Und was soll diese ganze Wortklauberei überhaupt bringen? Was sie tut ist klar: Sie rückt Merkel, Seibert und viele Medien, die den Begriff verwendet haben und immer noch verwenden in die Nähe von Fake News. Sie schürt Zweifel daran, dass Regierung und Medien die Wahrheit verbreiten und nicht ideologisch gefärbte Berichterstattung. Sie ist Wasser auf die Mühlen von Verschwörungstheoretikern, gepumpt vom Chef des Inlandsgeheimdienstes persönlich. Warum tut er das?

Es stimmt, wir leben in Zeiten, in den journalistische Sorgfalt und Ausgewogenheit extrem wichtig geworden ist. Und ja, dabei geht es natürlich auch um die Wahl einzelner Worte. Wahr ist aber auch, dass es noch nie so einfach war wie heute, sich selbst ein Bild von dem zu machen, was passiert ist. Im Fall des besprochenen Videos braucht man nur Google und zwei Klicks.

Die Geschichte könnte Maaßen das Amt kosten, der Druck auf ihn ist enorm. Merkel und Seibert sind beschädigt, die Glaubwürdigkeit der Medien auch.

Wer gewinnt einmal mehr?

Plogging #2: Da ist Müll im Wald, aber was ist in euren Köpfen?

Das Müllsammeln letzte Woche hat mich noch ziemlich lange beschäftigt. Heute waren wir wieder unterwegs. Es gibt so vieles, was ich einfach nicht kapiere. Hier mal exemplarisch drei Dinge.

  • Hundekacke. Widerlich, ja. Stinkt, klebt, sieht hässlich aus. Soll man wegmachen. Dafür gibt es kleine Beutelchen. Manche abbaubar, die meisten aber aus Kunststoff und damit im Gegensatz zu dir oder deinem Hund bestens gewappnet, die nächsten 1.000 Jahre zu überleben. Wenn dein Hund in den Wald kackt und weit und breit kein Mülleimer zu sehen ist, dann lass den Scheiß doch bitte einfach liegen. Ein engagiertes Team aus Mikroben, Käfern & Scheißhausfliegen kümmern sich drum. Aber Hundekacke im Wald in ein Plasticksackerl zu füllen, dieses zuzuknoten und ins Gebüsch zu schmeißen ist ungefähr so sinnvoll, wie im Winter bei offenem Fenster das Weltall zu heizen oder den Wald mit Badreiniger zu putzen. Meine Güte!
  • Glasflaschen. Es hat in Berlin seit Mai genau vier mal geregnet. Nie länger als eine Stunde. Waldbrandstufe 4 ist keine Bild-Schlagzeile zur Auflagensteigerung, sondern tatsächlich sehr gefährlich. Wir hatten dieses Jahr schon Waldbrände und den letzten konnte ich auf meinem Balkon riechen. Deine weggeschmissene Glasflasche verrottet nicht in 1.000 Jahren, sondern überhaupt gar nie nie nie. Deshalb finden Archäologen noch heute jahrtausendealte Glaskaraffen im Untergrund, bevor wir schicke neue Shopping-Malls drauf bauen. Wenn du zu faul bist, deine Glasflasche wieder dahin mitzunehmen, woher du sie mit gebracht hast, schmeißt du damit ein Brennglas in den Wald, das den Ausbruch des nächsten Waldbrandes begünstigt. Das ist wie Lotto. Nur in böse.
  • Getränkekartons. Saft, Billigwein, Milchmixgetränke. Lecker für unterwegs. Und praktisch. Immerhin ist der Karton viel leichter als Glas,  und lässt sich wenn er leer ist flach zusammenfalten um ihn einfach wieder mit nach Hause zu nehmen und in die gelbe Tonne zu entsorgen. Auf dem Waldboden hat das ausgeklügelte Konglomerat von Wachs, Aluminium, Papier und Kunststoff jedenfalls keine Chance zu verschwinden – der Ort wird hässlicher sein, wenn du jemals zurück kommst. Mach das also lieber nicht.
Plogging2
Plogging, zweiter Versuch

Jedenfalls sind mein Mann und ich heute wieder aufgebrochen. Diesmal mit einem 100 Liter Müllsack. Wir haben 40 Minuten gebraucht um den Sack im Volkspark Jungfernheide komplett voll zu machen. Ein bisschen hat sich das tatsächlich nach Sport angefühlt. Regelmäßiges Bücken, Schleppen von einigen Kilo Gewicht und bisschen Strecke macht man auch. Vielleicht wird Plogging ja doch zur neuen Trendsportart. Die Natur würde es uns danken.

Horst Seehofer & die schlecht verkleidete Mutter aller Probleme
(Politik der Worte #5)

Auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe bezeichnete Horst Seehofer die Migration als Mutter aller Probleme.

Bitte mal kurz inne halten und das auf der Zunge zergehen lassen. Bei Bedarf würzen mit der bitteren Wahrheit, dass Seehofer nicht mehr nur CSU-Vorsitzender, sondern amtierender Bundesinnenminister dieses Landes ist.

Den Shitstorm in den Netzwerken hat sich er sich redlich verdient. Und auch mir wird beim verdauen dieser Worte ziemlich übel. Parteifreunde Seehofers halten dagegen, dass man bitte nicht wegen jedem aus dem Zusammenhang gerissenen Satz in Hysterie ausbrechen soll. Stimmt. Aber auch wenn man diesen Satz in seinen Kontext stellt, den ein Interview mit der Rheinischen Post bildet – wird’s leider nicht besser:

„[…] die Migrationsfrage ist die Mutter aller politischen Probleme in diesem Land. Das sage ich seit drei Jahren. Und das bestätigen viele Umfragen, das erlebe ich aber auch in meinen Veranstaltungen. Viele Menschen verbinden jetzt ihre sozialen Sorgen mit der Migrationsfrage. Wenn wir den Kurswechsel nicht hinbekommen und die Ordnung der Humanität gleichberechtigt zur Seite stellen, werden wir weiter Vertrauen verlieren. Schon jetzt ist in Sachsen kaum mehr eine Regierung möglich ohne AfD oder Linkspartei. Das ist doch kein akzeptabler Zustand. […]“

Ich bin unsicher, welche Umfragen Seehofer liest, ich jedenfalls lese andere. Die Juli-Umfrage von Emnid zum Beispiel zu den am dringlichsten von der Politik zu lösenden Problemen in diesem Land:

  1. Drohende & herrschende Altersarmut (79%)
  2. Schaffen gleicher Bildungschancen (76%)
  3. Verbesserung der Kranken- & Pflegeversicherung (74%)
  4. Schaffung von bezahlbarem Wohnraum (69%)
  5. Kampf gegen Kriminalität (68%)

Das Thema Begrenzung der Migration landet mit 38% auf Platz 14. Vierzehn!

Wenn mich einer fragt, ist der Populismus die Mutter aller Probleme in diesem Land. Denn nur weil Seehofer bestimmte Dinge seit drei Jahren sagt, werden sie faktisch nicht wahrer, gefühlt aber schon. So sehr, dass man die Lösung weniger medienwirksamer Probleme auf irgendwann nach der Lösung der Migrationsfrage vertagt – die aller Wahrscheinlichkeit nach vorerst ausbleiben wird.  Und wenn mich einer fragt haben wir durchaus ein Problem mit übertriebener Hysterie – aber nicht bei den Leuten, die die Fakten kennen, sondern bei denen die vermeintliche Fakten erfinden, sie theatralisch in jedes Mikrofon erbrechen und damit viel zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Was uns Zitate wie dieses nämlich vorführen und was uns verdammt nochmal die Hysterie unseres Lebens bescheren sollte ist, dass Gauland, Storch, Weidel & Co. leider recht haben, wenn sie sich an Tagen wie diesem einen kalten deutschen Sekt aufmachen und sich triumphierend zuprosten: AFD wirkt.

Denn das tut sie. Die CSU ist im Wahlkampf und die Strategie, soweit rechts zu fahren, das rechts neben ihr keine hungrige Fruchtfliege Platz hat, führt dazu, dass der Bundesinnenminister mehr als jeden vierten in diesem Land Lebenden zum Problem erklärt – 22,5% der deutschen Bevölkerung haben nämlich einen Migrationshintergrund.

Der sächsische SPD-Bundestagsabeordnete Dr. Karamba Diaby zu sagen hat dazu formuliert:

22,5% kann man viel finden. Bevor man das aber problematisch findet, kann man sich auch mal fragen, warum das wohl so ist. Und wie fürchterlich die eigenen Lebensumstände werden müssten, damit man seine Heimat verlässt um sich auf den Weg in ein fremdes Land zu machen. Und wieviel ärmer unser Land wäre, wenn wir alles Nicht-Deutsche rausschmeißen würden. Ökonomisch. Kulturell. Philosophisch. Politisch. Menschlich. Kulinarisch.

Populismus ist eine Falle, nämlich die gefährlichste unserer Zeit. Populismus verspricht jenen mit kurzer Aufmerksamkeitspanne und schmalem Horizont einfache Lösungen für komplexe Probleme. Aber dieses Versprechen kann niemand halten. Wenn es der CSU gelingen sollte, den Landtags in Bayern mit Populismus zu gewinnen, wird alles schlimmer. Die CSU wird nicht liefern können – was denn? wie denn? Wähler werden unzufrieden sein – wann denn nun? wie denn nun? Und beim nächsten Mal wählen sie erst recht AFD.

Wie man das verhindert? Komplexität zumuten. Demokratie erklären. Den Mund auf machen; zum Reden, nicht zum Brüllen.

Wer „man“ ist? Du. Und ich. Und alle.

Über parallele Welten am Beispiel von Chemnitz

Was in Chemnitz passiert, beschäftigt mich sehr. Ich habe Familie dort, ich kenne die Stadt ein bisschen und auf eine Art fühle ich mich zuhause da. Man merkt Chemnitz an, dass es lange geschrumpft ist, nach der Wende. Man merkt der Stadt an, dass sie eigentlich für viel mehr Einwohner gebaut ist, vielleicht für doppelt so viele. Aber wenn man genau hinsieht, kann man auch erkennen, dass sich die Stadt bewegt und entwickelt. Häuser werden renoviert und es kommen wirklich wundervolle Viertel zum Vorschein, wie zum Beispiel der Kaßberg. Gewerbe siedelt sich an, Industrie hat sich schon länger angesiedelt, in den letzten Jahren ließ sich sogar ein zarter Zuzug verzeichnen. Wohl auch von Ausländern. Ihr Anteil hat sich im letzten Jahr um ein Prozent erhöht. Von 7 auf 8 Prozent. Kann man das spüren, wenn man in Chemnitz lebt? In der Nähe von Flüchtingsunterkünften bestimmt. Bestimmt an den belebten Punkten in der Innenstadt, wie an der Zentralhaltestelle. Aber kann es sich so dramatisch anfühlen, wie sich Chemnitz gerade dramatisch anfühlt? Eigentlich nicht. Berlin hat 18 Prozent Ausländeranteil. Köln hat 16. Es gibt Probleme da. Aber nicht so ein Drama. Warum? Über parallele Welten am Beispiel von Chemnitz weiterlesen

Nehmt euren Müll mit nach Hause oder ich machs – aber ich raste aus!

Ich wohne 300 Schritte von einem Berliner Volkspark entfernt und die Hündin und ich genießen es sehr, unsere freien Tage mit langen Spaziergängen dort zu beginnen. Mitunter ist die Jungfernheide wirklich bezaubernd.

Das spricht sich herum – leider. Wer Berliner Volksparks mag, lernt Menschen hassen. Denn dass Müll in entsprechende, dafür vorgesehene Behälter gehört und nicht ins Gebüsch, zählt für viele offenbar zu der Art unangenehmer Wahrheiten, die man zugunsten der eigenen Unbeschwertheit lieber ignoriert. Yolo, du weißt schon. Nehmt euren Müll mit nach Hause oder ich machs – aber ich raste aus! weiterlesen