Payback, aber in sinnvoll.

Man muss seine gierig ershoppten Payback Punkte gar nicht für Zweit-Thermobecher oder Notfall-Powerbanks ausgeben. Man kann damit auch Bäume pflanzen. Einen für 100 Punkte.

Payback kooperiert dazu mit der renommierten gemeinnützigen Stiftung Plant for the Planet, die überall auf der Welt Aufforstungsprojekte finanziert und sich vorgenommen hat, eine Billion Bäume zu Pflanzen.

Nun fehlen da noch ein paar, aber jeder kann dazu beitragen, dass sich das ändert, indem er seine Payback-Punkte auf dieser Seite in der Payback-Spendenwelt beisteuert.

Screenshot Payback-Punkte-Spende
Es gibt sogar eine Spendenquittung, wenn man darauf steht.

Nein, weder Payback noch Plant for the Planet bezahlen mich für diesen Beitrag. Und ja, ich weiß, dass Payback eine kapitalistische Datensammelmaschine ist, die jeder, dem seine Privatsphäre etwas bedeutet meiden sollte. Aber genauso selbstlos, wie man seine Payback-Punkte für den guten Zweck einbringen kann, könnte man ja auch seine Payback-Karte über die Payback-App, Google Pay oder andere Kundenkarten-Apps mit 3, 4 guten Freunden teilen und seine Daten so anonymisieren.

Ich sage nicht, dass man das darf. Ich sage nur, dass man könnte. Und dass es ein sehr billiger und sehr wirksamer Beitrag zum Klimaschutz wäre, der sich nur dadurch toppen ließe, dass man gar nicht erst shoppt.

Bäume pflanzen beim Bahnfahren

Nachdem ich mit mehr als 30 Hin- und Rückflügen im letzten Jahr eine fast so katastrophale Ökobilanz wie ein tüddeliges Kreuzfahrtschiff hatte, versuche ich dieses Jahr, alles wieder gut zu machen. Ich fahre Bahn. Viel. Eigentlich nur. Ich habe mir eine BahnCard 100 gekauft und nachdem alle kurz „Boah, die ist aber teuer!“ gerufen haben, will ich kurz erklären, warum das nicht stimmt. Bäume pflanzen beim Bahnfahren weiterlesen

Müllsammeln wirkt!
(Plogging #4)

Inzwischen habe ich es ein paar Mal gemacht, inzwischen habe ich bisschen Routine. Im Grunde kann man einen leeren Müllsack zumindest in Berlin auf jedem Waldspaziergang gebrauchen. Und ein paar Einweghandschuhe auch, denn manchmal wird es zugegeben bissi widerlich. Aber inzwischen stresst es mich mehr, den Müll mangels Transportbehältnis in der Natur liegen lassen zu müssen, als ein bisschen Ausrüstung mit mir herumzutragen, nur für den Fall dass.

Was ich inzwischen auch gelernt habe, ist mir nicht mehr bescheuert dabei vorzukommen, mit einem Müllsack auf dem Rücken durch den Wald zu stolpern um die manifestierte Dummheit anderer Menschen wegzuräumen. Anfangs habe ich lieber einen kleinen Umweg gemacht, wenn mir jemand entgegenkam oder bin abgebogen, um die Begegnung zu vermeiden. Von den Malen in denen mir das nicht gelungen ist weiß ich aber, dass sie Scham meist nicht meinerseits ist.

Müllsammeln wirkt!
(Plogging #4)
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Bitter: Trotz bio blöd.
(Plogging #3)

Ein bisschen ist es wie ein Tick. Wenn du einmal angefangen hast, auf den herumliegenden Müll zu achten, kannst du nicht mehr damit aufhören. Ich will nicht verleugnen, dass mich das Plogging alles in allem zu einem wütenderen Menschen macht. Und auch nicht, dass mich das Müllsammeln mit zahlreichen guten Argumenten gegen die angebliche Intelligenz der Menschheit versorgt, auf die wir uns so viel einbilden.

Heute ein ganz besonders delikater Fall von: Geht’s noch?!

Leerer Kaffeebecher der Bio Company
Bitter: Blöd trotz bio

Bitter: Trotz bio blöd.
(Plogging #3)
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Hambacher Forst: Die Energiewende macht ernst.
Bitte mach mit.

Bis zu 3.500 Polizisten sind gestern im Hambacher Forst angerückt, um ca. 150 Menschen aus ca. 60 Baumhäusern zu vertreiben. Diese Zahlen bitte mal kurz wirken lassen.

Die Polizisten erschienen mit Schilden und Schlagstöcken, begleitet von Räumpanzern und Wasserwerfern. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul geht nämlich davon aus, dass man es mit „extrem gewaltbereiten Linksextremen“ zu tun habe, die aus ganz Deutschland und teils sogar aus dem Ausland angereist seien. Auch Ministerpräsident Laschet spricht von „illegal besetzten Gebieten“.

Klingt übertrieben? Ist es vielleicht nicht. Zahlreiche Umweltverbände (Nabu, BUND, Greenpeace) aber auch politische Organisationen rufen zu Protesten auf. Könnte sein, dass die Räumung ein ziemlich langwieriges, ziemlich schwieriges Unterfangen wird. Aber warum? Hambacher Forst: Die Energiewende macht ernst.
Bitte mach mit.
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Plogging #2: Da ist Müll im Wald, aber was ist in euren Köpfen?

Das Müllsammeln letzte Woche hat mich noch ziemlich lange beschäftigt. Heute waren wir wieder unterwegs. Es gibt so vieles, was ich einfach nicht kapiere. Hier mal exemplarisch drei Dinge. Plogging #2: Da ist Müll im Wald, aber was ist in euren Köpfen? weiterlesen

Böller statt Moralapostelei

Nichts nervt mich zwischen den Jahren so sehr, wie dieses ewige XY-statt-Böller-Moralapostelei: Brot für die Welt findet, ich sollte lieber Geld spenden, als davon Böller zu kaufen; das Tierheim aus dem ich meinen Hund habe will, dass ich Katzenfutter davon bezahle und der Online-Lebensmittelversand meiner Wahl schlägt vor, gleichermaßen Menschen und Tiere zu unterstützen, aber um Himmels willen doch bitte nicht zu knallen.

Ich möchte aber Böller kaufen.

Ich liebe es, an Silvester Raketen in den Himmel steigen zu lassen. Und wenn es die Raketen nur in einer Sammelpackung mit Böllern gibt, dann zünde ich auch die. Mit Freuden. Und aus Gründen.
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10 Sätze über chinesische Erdbeeren

Gestern wurde bekannt, dass sich die 11.200 Personen, die in den letzten Wochen vor allem in Ostdeutschland wegen Brechdurchfalls behandelt werden mussten, wahrscheinlich durch den Verzehr von Erdbeerkompott infiziert haben, das die Großküche Sodexo an Schulen und Kindergärten ausgeliefert hat.Die Erdbeeren, die als Grundlage für die Nachspeise dienten, wurden als Tiefkühlware aus China importiert, heißt es am Rande der Meldung.

Vom mikrobiologischen Klima mal ganz abgesehen, kann da was nicht stimmen.

Wir lassen also in China Erdbeeren pflanzen und düngen, hegen und pflegen, ernten, waschen, schneiden und verpacken? Und anschließend transportieren wir sie tiefgekühlt – also unter ständiger Zufuhr von Energie – per LKW zum Hafen und von dort aus per Schiff um den halben Erdball, um sie die letzten paar hundert Kilometer wieder per LKW zur Großküche zu karren, wo sie dann aufgetaut und mit Zucker überschüttet werden, damit sie anschließend auf kleinere LKW geladen werden können, die sie endlich zu den Schulen und Kindergärten bringen in denen sie dann gegessen werden? Und wir tun dies nicht, weil chinesische Erdbeeren leckerer, größer, saftiger oder sonstwie besser wären, sondern weil das einfach billiger ist, als die Erdbeeren hierzulande anzubauen, zu ernten und einzufrieren bis einer auf die Idee kommt, Ende September Kompott daraus zu machen? Geht’s noch?

Dass auf diesen Odysseen, die sehr wahrscheinlich nicht nur tiefgekühlte Erdbeeren bis zu unseren Kantinentabletts zurücklegen müssen nicht viel häufiger Krankheitserreger eingetragen werden, darf bestaunt werden. Schließlich ist eine lückenlose Kühlkette von mindestens siebeneinhalb Tausend Kilometern länger gerade für so leichtverderbliche Früchte wie Erdbeeren ein respekteinflößendes logistisches Kunststück.

Und eine völlig sinnlose ökologische Katastrophe.

IN-Vitro: Grünes Fleisch

Wer seine Rostbratwurst nach der Vorführung von Meat the truth immer noch genießen kann, nutze die Zeit, die er mit dem Lesen dieses Blogbeitrages verschwenden würde besser dafür, mit seinem Hummer mal eben zum Zigarettenautomaten an der Ecke zu fahren und danach vielleicht noch ein paar Runden um den Blog. Für all jene, die Rostbratwurst immer noch mögen, die aber schon beim Kauen ein schlechtes Gewissen plagt, naht Hilfe. Aus zahlreichen Laboren rings um den Globus.

Forscher der Universtität Utrecht versuchen mit großzügiger finanzieller Unterstützung der niederländischen Regierung Fleisch im Labor zu züchten. An Collagen-Gittern in einer Nährlösung nämlich. Wissenschaftler spendenfinanzierter Konsortien wie die britische Gruppe New Harvest oder The In Vitro Meat Consortium aber natürlich auch kommerzielle Unternehmen wie die norwegische Nofima versuchen ihnen im Wettstreit um die erste künstliche Brühpolnische zuvorzukommen.

Warum?

Bis 2050 wird sich der Fleischkonsum der Menschheit voraussichtlich auf 450 Mrd. Kilo jährlich verdoppeln, inklusive aller negativen Auswirkungen, die die Produktion von Fleisch mit sich bringt. Die hierdurch explosionsartig ansteigenden Emissionen, die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes zum Anbau von noch mehr Viehfutter und die weitere Verschlimmerung der Lebens Haltungsbedingungen der Tiere wären einfach nicht vertretbar. (Wer glaubt ernsthaft sie wären es heute?). Der rasant wachsende Appetit auf Schnitzel und Steak lässt dennoch Dollarzeichen in den Augen findiger Geschäftsmänner aufblitzen, besonders wenn diese Aussicht darauf haben, diesen Hunger schon bald sehr günstig künstlich zu stillen. Auch aus Konsumentensicht keine schlechte Idee: Das Fleisch wäre frei von zugefütterten Antibiotika und Hormonen und würde Massentierhaltung, Futteranbau und lange Transportwege obsolet machen.

Nur leider will einem einfach nicht das Wasser im Munde zusammenlaufen, wenn man weiß, dass der duftende Bratling des Burgers in deiner Hand nicht aus der Hüfte eines wilden argentinischen Rinds sondern aus einem in einer Nährlauge vor sich hin wachsenden Kunstfleischklumpens geschnitten wurde.

Zur Herstellung desselben bedient man sich Methoden, die sich schon heute zur Züchtung von Haut- oder Knorpelzellen für medizinische Zwecke bewährt haben. Biologisch betrachtet steht In einer Nährlösung werden tierische Stammzellen (je nach Gusto vom Huhn, Schwein, Rind oder auch Fisch) zu Muskelzellen ausgebildet. Henk Haagsman von der Universität Utrecht dazu:

“Damit die Muskelzellen nicht wie Mus aussehen, sondern ihre typische faserige Konsistenz erhalten, müssen sie wie im lebenden Organismus mehrere Wochen trainiert werden. Dafür wiederum muss das Gerüst beweglich sein, indem es sich beispielsweise durch Temperaturunterschiede ausdehnt und zusammenzieht. Nach der Wachstumsphase werden die dünnen Fleischschichten dann übereinandergestapelt, um dickere Scheiben zu erhalten.”

So ließen sich verhältnismäßig einfach Fleischflocken für Würstchen, Bratlinge und Nuggets herstellen. Als Königsdisziplin gilt jedoch das künstliche Steak.

“Schnitzel oder Steaks brauchen zusätzlich feinste Äderchen, um Blut und Nährstoffe auch zu den innen liegenden Zellen zu transportieren. Das ist aufwendig. Vladimir Mironov von der Universität South Carolina versucht dies beispielsweise mit dünnen essbaren Röhrchen aus Chinin zu erreichen.”

Erste Erfolge gibt es bereits. Schon 2002 züchtete daher Morris Benjaminson vom New Yorker Touro College erfolgreich Muskelgewebe von Goldfischen in einer Nährsubstanz aus Maitake-Pilzen.

Das liest sich alles ein bisschen ekelerregend, ist aber auf den zweiten Blick sogar etwas weniger pervers als die Zustände der heutigen Massentierhaltung. Spannend ist, dass das Laborfleisch neue Lobbys schmiedet und zwar aus Protagonisten, die sich noch bis vor kurzem engagierte Hahnenkämpfe lieferten. Plötzlich ziehen Industrie, Genforscher, Veganer, Lebensmittelchemiker und Umweltaktivisten an einem Strang. Die Tierschutzorganisation PETA hat sogar einen mit einer Million Dollar dotierten Forschungspreis für denjenigen ausgelobt, der er es schafft vor Anbruch des Jahres 2012 ein In-Vitro-Hähnchenschnitzel zu produzieren. Wohl bekomm’s. Es ist genug für alle da. Jason Matheny, einer der führenden Forscher auf dem Gebiet des sogenannten Tissue Engineering glaubt, dass sich so der Hunger der Welt bekämpfen ließe: "Mit einer solchen Zellreihe ließe sich theoretisch die gesamte Menschheit ernähren."

Praktisch ist allerdings fraglich, ob die Menschheit auch so ernährt werden will oder ob das Bœuf Frankenstein, dem einen oder anderen nicht doch sehr schwer im Magen liegen würde.

Klimakiller Fleisch

Im letzten Blog-Beitrag hatte ich behauptet, jedes Schulkind kenne die Maßnahmen, die getroffen werden müssten, um den Klimawandel zu begrenzen. Heute habe ich selbst eine neue kennengelernt.

In der öffentlichen Diskussion der Klimawechsel-Argumente wird sie vergessen, sogar Al Gore scheint diese Wahrheit zu unbequem zu sein:

Gut 18% aller klimaschädlichen Gase werden durch den Verzehr von Fleisch verursacht.

Herr Gore verschweigt das vielleicht, weil er selbst jahrelang Vieh gehalten hat. Das aber ändert nichts an der bitteren Wahrheit: Schnitzel, Thüringer Rostbratwurst und Co. tragen mehr zur globalen Erwärmung bei als alle Autos, Flugzeuge und Schiffe dieser Erde zusammen. Die nämlich, schlagen nur mit 13% zu Buche. Das klingt wie eine Ausgeburt der blühenden Fantasie ideologisch verbrämter Klimaaktivisten, ist aber das Ergebnis einer durchaus seriösen Studie, der zur UN gehörenden Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO.

Der weltweite Fleischkonsum steigt stetig an. Während 1950 die 2,3 Mrd. auf der Erde lebenden Menschen rund 45 Mrd. Kilogramm Fleisch verspeisten, konsumierte die 6 Mrd. starke Menschheit im Jahr 2000 bereits 245 Mrd. Kilo  – also mehr als das fünffache. Glaubt man den Prognosen, werden im Jahr 2050 rund 9 Mrd. Menschen 450 Kilo Fleisch verzehren – denn mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Landes, wächst der Lebensstandard der Bevölkerung. Und mit diesem offenbar die Lust auf Steak.

Ein Problem daran ist, dass man zur Produktion von einem Kilo Fleisch ungefähr zehnmal soviel Platz braucht, wie zur Produktion eines Kilos Getreide. Dementsprechend beanspruchen beispielsweise die Niederlande schon heute das Vierfache ihrer Fläche zur Deckung des nationalen Fleischbedarfes. Wo? Zum Beispiel dort, wo früher Regenwald war und heute Sojabohnen wachsen, die zu Viehfutter verarbeitet werden. In Brasilien beispielsweise, hat sich die Fläche zum Anbau von Sojabohnen im Vergleich zu 1960 versiebenundfünfzigfacht – hauptsächlich durch die Rodung von Regenwaldflächen im fruchtbaren Amazonasdelta, das noch immer einen unserer wichtigsten Kohlendioxidspeicher und Sauerstoffproduzenten darstellt. Dieser enorme Platzbedarf begründet sich dadurch, dass man einem Tier durchschnittlich 7 Kilo Soja füttern muss, um ein Kilo Fleisch daraus gewinnen zu können.

Wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass knapp die Hälfte der weltweit geernten Getreides nicht etwa von Menschen sondern von Tieren verspeist wird, hat man vielleicht eine zündende Idee, wie zumindest einigen der einer Milliarde hungernden Menschen auf diesem Planeten geholfen werden könnte.

Hauptursache der erschütternden Umweltbilanz des Lebensmittels Fleisch ist aber das im Verdauungstrakt von Rindern und Schafen entstehende Treibhausgas Methan, von dem eine gewöhnliche Milchkuh 500 bis 700 Liter pro Tag (!) ausstößt. Um mit einem Kleinwagen einen vergleichbaren Schaden anzurichten, müsste man anderthalb Mal um die Erde tuckern.

Hinzu kommen die beim Transport des Viehfutters anfallenden Emissionen, jene für Beleuchtung, Betrieb und Heizung der Fleischfabriken und solche für die Verpackung und den Transport des Fleischs.

Würden sich also alle Amerikaner eine Woche lang vegetarisch ernähren, wäre der anschließende Betrieb aller in den USA zugelassenen Autos im darauffolgenden Jahr klimaneutral.

Diese und andere Zahlenspiele präsentiert das folgende Video sehr unterhaltsam:

Es heißt “Meat the Truth” und wurde von der niederländischen Nicolaas G. Pierson Foundation finanziert. Auf deren Seite finden sich umfangreiche Quellenangaben, die unter anderem belegen, dass ein durchschnittlicher Europäer im Laufe seines Lebens:

  • 7 Schafe
  • 24 Kaninchen
  • 43 Puten
  • 789 Fische
  • 1/3 Pferd
  • 5 Rinder
  • 42 Schweine und
  • 900 Hühner isst.
  • Das dass zu viele sind, wird immer mehr Menschen klar. Aber obwohl sich der Anteil an Vegetariern innerhalb der deutschen Bevölkerung in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat, liegt er immer noch unter einem Prozent.

    Das könnte sich jetzt ändern. Weltweit sprießen Initiativen wie Pilze aus dem Boden, die den Verzicht auf Fleisch propagieren. Im belgischen Gent beispielsweise gibt es in allen öffentlichen Kantinen aber zahlreichen privaten Restaurants donnerstags ausschließlich vegetarische Küche. Die ParoleDonderdag Veggiedag” zog Journalisten aus aller Welt an, die die Idee populär machten. Seit Oktober gibt es in der brasilianischen 10-Millionen-Metropole São Paulo den “segunda sem carn”, den Dienstag ohne Fleisch also, Paul McCartney propagiert den “meat-free monday” und auch das sachsen-anhaltinische Magdeburg arbeitet an einem Vegi-Tag.

    Es könnte ein Anfang sein.