Ich möchte mit Thilo Sarrazin sprechen, mit Eva Herman & Béatrice Bourges.

Nachdem der Tageszeitung und auch queer.de die Akkreditierung zur Compact-Konferenz am 23.11. ohne Begründung verweigert wurde, habe ich mich soeben mit folgendem Wortlaut selbst um die Erteilung eines Pressetickets beworben. Irgendjemand muss den Homos, Queers und Gender-Mainstreamern dieser Nation doch endlich mal klar machen, wie das Häschen läuft.

Sehr geehrtes compact-Team,

für meinen Blog kopfkompass.de bitte ich um Akkreditierung als Pressevertreter bei der „2. COMPACT-Konferenz für Souveränität“ am 23. November in Leipzig*. (* Also Schkeuditz.) Dabei geht es mir keineswegs nur um Autogramme.

Die Redebeiträge Ihrer hochrangigen Gäste werden mit Sicherheit für angeregte Diskussionen sorgen, an denen ich mich im Interesse meiner (mit Blick auf traditionelle Rollenbilder leider noch nicht sehr vorbildlich lebenden) Leserschaft sehr gern beteiligen würde.

Folgende Fragen interessieren mich besonders:

  1. Im Rahmen seines brillanten Löwen-Faultier-Vergleiches konstatierte Thilo Sarrazin neulich: „Auch die Tunte kann sehr tüchtig sein.“ Ich fände es spannend zu diskutieren, was Herr Sarrazin unter einer Tunte versteht. Da er sich selbst ja als „nicht homophob“ bezeichnet, kann dies ja keinesfalls herabwürdigend gemeint sein, hier würde ich meinen Horizont gern erweitern. Zudem würde ich gern klären, ob Tunten seiner Meinung nach tüchtiger sein müssen als heterosexuell Liebende, weil sie sich ja ihrer natürlichen Pflicht zur Reproduktion verweigern.
  2. Einer der Herausgeber Ihrer Zeitschrift, der rennomierte Publizist Jürgen Elsässer, enthüllte kürzlich in einem Artikel, dass „eine winzige globale Finanzoligarchie […] mit neuen Reproduktions- und Gentechnologien ihr tausendjähriges Reich errichten will“, wodurch „das Zusammenleben auf unserem Planeten bedroht“ ist. Hier würden mich einfach ein paar Namen interessieren, damit ich meine Recherchen im Namen meiner Leserschaft und der Menschheit als solches vertiefen kann. (Wissen Sie, viele Menschen, denen ich diese Bedrohung klar machen will, verunglimpfen mich als durchgeknallten Verschwörungstheoretiker, solange ich ihnen nicht mit Namen und Fakten parieren kann. Das ist sehr unangenehm für mich.)
  3. Die Sprecherin der Organisation „Französischer Frühling“, Béatrice Bourges, möchte ich gern fragen, wie man konstruktiv mit politischen Niederlagen umgeht. Sie engagierte sich ja vehement gegen die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Frankreich und hat nun, da diese doch vollzogen wurde, sicherlich arg mit Spott und Hohn ihrer sexualideologisch verbrämten politischen Gegner zu kämpfen. Gern möchte ich erfahren, wie sie ihr Land nun vor der drohenden Öffnung der Ehe für Menschen und Schimpansen bewahren will.
  4. Ungeheuer inspirierend wäre es für mich weiterhin, einige Sätze mit der russischen Politikerin Jelena Misulina wechseln zu können, die sich in der Regierung Putin mit dem Verfassen des Textes für das „Gesetz gegen Schwulenpropaganda“ verdient gemacht hat. Nach diesem richtungsweisenden Akt der Homosexuellen-Prophylaxe wird sie sich sicherlich in Zukunft darauf konzentrieren, bereits an Homosexualität Erkrankten Auswege aus ihrem Leiden aufzuzeigen. Als persönlich Betroffener bin ich hierauf besonders gespannt.
  5. Mehr als ein Gespräch mit Eva Herman selbst würde mich zugegebenermaßen eine Begegnung mit ihren homosexuellen Freunden interessieren. Da ich jedoch befürchte, dass diese just am 23.11. mit dem Niederringen des Abendlandes anderweitig beschäftigt sein werden, habe ich selbstverständlich auch einige Fragen an Herman selbst vorbereitet. Meine Leser und mich interessiert dabei besonders, bei welchen Sünden ganz konkret mit welcher Strafe Gottes zu rechnen ist.
  6. Zu guter Letzt würde ich mit Herrn Scholl-Latour gern ganz allgemein darüber sprechen, wann für einen Publizisten seiner Meinung nach der richtige Zeitpunkt gekommen ist, sich in den privaten Ruhestand zurückzuziehen, um seinen Ruf und sein Lebenswerk nicht durch fragwürdige Auftritte in zweifelhaftem Umfeld zu gefährden.

Die im Rahmen der Konferenz gewonnen Erkenntnisse würde ich selbstverständlich in einer breiten Reihe von Artikeln auf meinem Blog verarbeiten. Für Sie und Gleichgesinnte böte sich dadurch die seltene Gelegenheit, jene zu erreichen, die ihre Augen vor der drohenden Abschaffung unserer Kultur und der damit verbundenen Werte verschlossen haben und sich sinnlosen Hedonismus gehen lassen.

Ihrer wohlwollenden Einladung sehe ich mit Freuden entgegen!

Bis dahin verbleibe ich in Hochachtung
Ihr
Ronald Gerber

Update (17:00): Ich habe eine Bestätigungs-E-Mail für meine Bewerbung erhalten.

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