Die fünf größten Irrtümer über Ingress

Googles ortsbasiertes Spiel Ingress läuft. Viele, die um eine Einladung gebeten haben, werden erhört. Tausende neuer Spielorte freigeschaltet. In Blogs und Netzwerken wird allerhand darüber geschrieben.

Die Story ist die: Am CERN in Genf ist was schief gegangen. Seitdem tun sich weltweit Portale auf, aus denen eine spezielle Form von Materie (Exotic Matter) austritt, die die Gedanken von Menschen beeinflusst. Die einen halten das für Teufelszeug und schließen sich der resistance an, die andern finden‘s prima und halten sich für enlightened. Beide Teams konkurrieren um die Vorherrschaft, indem sie so viele Portale wie möglich einnehmen um zwischen ihnen Felder aufzuspannen, die die darunter lebenden Menschen beeinflussen. Wer die meisten mind units Menschen überspannt hat, gewinnt. Bis es wieder kippt. In zwei Stunden. Spätestens.

Viele wollen mitspielen, ich wollte das auch, hätte mich aber gefreut, wenn ich mir vorher folgender Irrtümer bewusst gewesen wäre.
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Hassliebe: Die Wanze in meiner Tasche

Miriam Meckel, Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement in St. Gallen, twitterte letzte Woche:

„Think of your smartphone as a tracking device that happens to make a call. „

Wir wissen, dass mit Hilfe unsere Mobiltelefone Bewegungsprofile von uns erstellt werden können. Und auch, dass von dem, was wir als Privatsphäre (miss)verstehen nicht viel übrig bleibt, wenn man die Verbindungsdaten und den Datenverkehr zur Auswertung hinzuziehen würde. Wir nehmen das hin. Aber Warum?

Mir gelingt das, weil ich entgegen Meckels Vorschlag eben nicht daran denke. Ich wische meine Überwachungsfantasien wie Fettflecken vom Display, indem ich mir einrede, sie wären übertrieben und psychotisch. Ich halte Orwell und Huxley für Science-Fiction-Autoren, nicht für Propheten. Ich lache über Verschwörungstheorien. In meiner betriebswirtschaftlichen Ausbildung habe ich gelernt, dass Konzerne mein Geld wollen, nicht aber mein Leben. Ich bezweifle, dass der Staat mich kontrollieren will, weil ich mir immer noch einrede, ich sei der Staat. Aber ich finde es zunehmend schwieriger, mir zu glauben.
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Sind wir nicht alle ein bisschen „Hersteller von Presseerzeugnissen“?

Dass der Koalitionsausschuss der Bundesregierung gestern beschlossen hat, dem Drängen der Zeitungsverlage auf eine Zwangsprämierung der Weiterverwendung ihrer Inhalte im Netz nachzugeben, wurde bei Niggemeier, Netzpolitik und Co. ja bereits mit gebührender Empörung breitgetreten. Der Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht wird offiziell erarbeitet, ist inoffiziell längst fertig und wird unter der Hand als quasi längst durchgedrückt gehandelt.
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Hoffnung für das Internet

Gestern las ich einen Artikel im Wirtschaftsteil der Zeit vom 27. Januar 2011 mit dem schönen Titel: Angriff auf Google. Darin wurde beschrieben, wie Google mittlerweile zum unflexiblen und ideenlosen Schwergewicht geworden ist, welches sich Innovationen durch Firmenübernahmen einverleibt und oftmals aus strategischen Gründen verkümmern lässt.